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15. Februar 2014

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Ich habe mich verliebt, in eine Person, die nie und nimmer auch nur ansatzweise meins sein wird.
Nicht meins im Sinne vom Besitzen, das möchte ich nicht, aber im Sinne von- wie man eine Person, in die man sich vermeintlicht verliebt hat, halt um sich rum haben will. Zum Vorwort. Für mich.

Verliebt ist wahrscheinlich ein viel zu starker und nicht unbedingt korrekter Ausdruck, für das, was ich mittlerweile seit traurigen Monaten fühle. Gäbe es sowas wie Liebe auf den ersten Blick, dann wäre es das vielleicht gewesen. Keine Liebe, aber das Gefühl einer engen Verbundenheit und das positive Umstülpen meines gesamten inneren Gefühlslebens. Es fällt mir schwer, nicht ständig an ihn zu denken, obwohl wir in der ganzen Zeit relativ bis gar nichts miteinander zu tun haben und hatten. Ein guter Mensch ist er, soweit ich das einschätzen kann. Begeisterunsfähig, bei allen beliebt, gutaussehend, charmant, abenteuerlustig, humorvoll.
Ich habe ihn bisher noch nicht gut genug kennenlernen können, um mich davon zu überzeugen, dass diese ersten Eindrücke, die ich von ihm gesammelt habe, sich als komplett falsch herauszustellen haben und das wurmt mich. Es wurmt mich, dass er in meiner Vorstellung nun als Mr. Perfect verankert ist und da bleibt.
Es ist traurig, weil er älter ist als ich. Und reifer wahrscheinlich. Und nicht auf Männer steht, wobei eine kleine Stimme in meinem Kopf mir immer wieder versucht einzureden, dass darüber nie explizit gesprochen wurde. Aber von zwei Beziehungen dieses Mannes zu wissen- mit Frauen wohlgemerkt- die (die eine davon auf jeden Fall) über mehrere Jahre gehen, sprechen Bände. An dieser Stelle sollte jeder erwachsene Mensch sein Wunschdenken ausstellen, kann ich aber nicht. Und es nervt. OHNE ENDE, ES NERVT.

Jedes Mal, wenn ich ihn sehe, was ich wegen der Arbeit und des digitalen Zeitalters wegen leider viel zu oft tu, stirbt ein kleiner Teil in mir, nur um im selben Moment wieder aufzublühen. Tausend Harakiris in meinen Eingeweiden. Was mich am meisten fasziniert ist sein Gesicht. Mal abgesehen davon, dass er unglaublich attraktiv ist, hat er die schönsten Augen. Punkt. Augen, die sowas ausstrahlen wie komplette Zufriedenheit, aber gleichzeitig eine Schwermut, die an mein Lana Del Rey-esques Herz appeliert hat.
Es kommt nicht häufig vor, dass mich jemand so von den Socken reißt. Eigentlich nie. Bis jetzt, bzw. bis zum letzten Sommer.
Jetzt ist er weg, er kommt zwar wieder- aber bis dahin sind etliche Monate vergangen, er hat etliche neue Leute kennengelernt, die interessanter sind als ich, mit denen er mehr anfangen kann. Ich kann niemandem außer mir einen Vorwurf machen, mich in meinen Traummann zu verlieben.

Vielleicht ist es aber auch Neid. Er ist auf den ersten Blick all das, was mir fehlt und all das, was ich sein möchte. Ich bin neidisch auf seine Fähigkeit, mich so vom Hocker zu reißen, dass ich mehr als ein halbes Jahr später immer noch fassungslos bin und morgens meine ersten Gedanken an ihn richte. Ich bin neidisch auf seine eigentlich viel zu große Nase und zu kleinen Augen, die seinem Gesicht das gewisse, herzverzerrende Etwas verleihen.
Es ist.. dumm, krank, widerlich, diese Gedanken zu haben. Ich verstehe nicht mal, wieso.

EInen Weg daraus zu finden, gilt es jetzt eigentlich. Immerhin weiß ich doch, dass ich Geüfhle aufbauen kann- bisher zwar immer nur für Leute, bei denen das Ganze von Anfang an unter einem schlechten Stern stand, aber irgendwo muss auch ich mal anfangen. Ich weiß auch nicht.

6. September 2013

xx

Ich find's ein bisschen schade, wie mein Leben verläuft. Schon wieder immer noch.
Bei meinen Freunden, oder Leuten, die mir nahe stehen, passieren irgendwie viele Sache.
Ein paar schöne und ein paar weniger schöne. Zum größten Teil weniger schöne.
Krankerweise bin ich sogar zum Teil darauf eifersüchtig, weil ich einfach das Gefühl habe, dass in meinem Leben nichts, aber auch wirklich nichts, passiert. Es dümpelt einfach vor sich hin, keine harten Schicksalsfälle, kein Liebeskummer,.. Dinge, um die man glücklich sein sollte, eigentlich.
Aber die anderen machen es doch auch durch, und sie überleben es und machen Erfahrungen und wachsen als Person. Bei mir ist da tote Hose, als wäre ich auf einer Ebene des Lebens noch junge 11 Jahre oder so.
Dadurch, dass in meinem Bekanntenkreis so viel los, hab ich manchmal das Gefühl, selbst viel zu kurz zu kommen. Allen sag ich immer, komm, wird schon, das Leben ist schön, gebe mehr oder weniger gute Ratschläge, höre zu, lächle.
Aber nie fragt mich wirklich jemand, wie es mir geht. Mir geht es nicht schlecht, weil ich wie gesagt, ja keine "physischen" oder sichtbaren Probleme habe, keine Ahnung wie ich das genau beschreiben soll.
Aber mir geht es dreckig. Nur habe ich keine Beweise dafür in Form von zB Liebeskummer.
"Ich bin traurig/depressiv" was auch immer, verstehen halt so wenige. Vielleicht tu ich den Leuten ja auch unrecht, mag sein, aber genau so fühl ich mich gerade. Uncoole Sache.

10. März 2013

I know I'm never gonna get you back again.

Am Donnerstag habe ich mir, wie jeden Donnerstag, sozusagen als kleines WG-Ritual, mit meiner Mitbewohnerin GNTM reingezogen. Da ist ja auch ne Lesbe dabei. Die hat sich in der zweiten Folge sozusagen vor einer Mitkandidatin "geoutet" und meinte sowas wie, nur weil sie lesbisch wäre, könne sie ja trotzdem in Kleidern rumrennen und schöne Fotos machen.
Joa, dachte ich, klar kannste das Mädchen, wenn du Bock drauf hast.
Meine Mitbewohnerin empfand dieses "Outing" als selbstfixiert, arrogant und irgendwie menschenhassend. (Wahrscheinlich jetzt gerade drei Adjektive benutzt, die ihren Aussagen nicht ganz gerecht werden, aber es ist kurz vor 1 und mein Gehirn ist nicht mehr für Vollfahrten abrufbar... Nicht, dass das zur Mittags- oder einer anderen Tageszeit anders wäre.)
Auf jeden Fall konnte ich das nicht so ganz nachvollziehen, was sie damit meinte. Was sie meinte, war, dass Sophie, so heißt "la lesbia", nicht so einen großen Aufriss um ihre Sexualität machen sollte und das sie tut, als wäre sie was besonderes, nur weil sie eben lesbisch ist und meine Mitbewohnerin, als heterosexuelle Frau prahlt ja auch nicht damit rum, dass sie auf Männer steht.

Das alles hat überhaupt nichts mit meiner Mitbewohnerin zu tun, nur brauchte ich dieses Beispiel um meine Gedankengänge besser zu erklären. Natürlich braucht eine heterosexuelle Frau oder Mann seine Sexualität nicht verbergen, und er muss sie auch nicht offenlegen, weil jeder davon ausgeht, dass man als Frau Männer und als Mann Frauen liebt. Auch wenn das Thema nicht aktiv zur Debatte steht, geht jeder doch unterbewusst davon aus. Als schwuler Mann oder lesbische Frau lebt man nun mal leider mit der Frage, wem man seine Sexualität wann und wie und überhaupt mitteilen möchte. Denn es sieht doch leider immer noch aus, dass man nicht einfach mal damit rausposaunen kann, dass man das gleiche Geschlecht bevorzugt. Es geht darum, dass Schwule und Lesbe, vielleicht unbegründet, vielleicht auch nicht, damit rechnen können, müssen oder dürfen, meiner Meinung nach mehr als Heterosexuelle, gemieden zu werden, belacht, körperlich oder seelisch bedroht zu werden, oder sonst irgendwie mit negativen Reaktionen aufgenommen zu werden.
Natürlich ist der Sexualität nicht alles, was einen Menschen ausmacht, aber in manchen Lebensbereichen, zu bestimmten Momenten und ich würde behaupten, in einem bestimmtem Alter ist es für homosexuelle Menschen das übergeordnete Thema.
Auf jeden Fall kann ich gerade von mir behaupten, dass ich mich in einer Lebensphase befinde, wo ich das Gefühl habe, immer und überall mit meiner Sexualität anzuecken. Positiv oder negativ. Natürlich kann es sein, dass sich auch Heteros genau so viele Gedanken machen, wie ich, um diese ganze Sache, wer weiß. Und wahrscheinlich, oder sogar ganz klar, ist das von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Aber naja, so ist das Leben. Sich den Kopf zermatern über Dinge, auf die man im Endeffekt doch keinen Einfluss hat.

Ich bin jetzt leider schon wieder sehr oberflächlich an dieses Thema rangegangen, aber ich kann es nicht ändern, mein Kopf ist beim Schreibstart immer extrem gefüllt mit Gedanken. Während des Schreibens verlieren und vermischen sich 90% der Gedankengänge, so dass das was am Ende dann tatsächlich geschrieben steht, wenig zu tun hat mit dem, was eigentlich hier stehen soll.
Nicht wenig, aber weniger als ich es gerne hätte.

Well.
Lass uns die Nacht einläuten mit einem Song vom neuen Album der alten Kate Nash, was da so schön und simpel heißt- "Sister"


Beim nächsten Mal weiß ich dann vielleicht sogar, wer denn "Sister" ist und ob da zwei lyrische Ichs am Werk Sinn oder nur eins. Hmhm. Düdüm.

PS: Promi-Boxen gestern war lustig. Habe innerhalb von 10 Minuten Respekt vor Nadja Abd El Farrag gewonnen (Einlaufen in den Ring zu einem Song von Modern Talking - TOP!) und auch wieder verloren (..."Wie jetzt, was denn los mit der, was schlägt die mich, wo bin ich hier, so 'ne Kacke." - FLOP!)

Tschö.

17. Februar 2013

Ich war feiern.

Ich gehe nicht oft feiern, aber auch nicht unbedingt selten.
Wenn ich feiern gehe, nicht oft in Schwulenclubs oder auf Schwulenfeiern.
Hin und wieder aber schon. Naja.
Jetzt am Wochenende, nicht gestern, weil da bin ich ja früh schlafen gegangen, war es wieder soweit.
Die ganze Woche darauf hingefiebert mal wieder feiern zu gehen, weil ich das schon lange, und auch das ist al wieder eine subjektive Wahrnehmung meinerseits, nicht mehr tat. Ja.
Hab ich mir also Wodka besorgt, Feierschwester in die Wohnung geholt, Mitbewohnerin verärgert, weil zu laut und feiern gegangen.
Auf dem Weg waren wir uns doch nicht mehr ganz so sicher, ob wir denn auch schwul feiern gehen wollen, weil's der Feierschwester nicht mehr ganz so gut ging. Mir ging es herrlich, ich lerne anscheinend monatlich, besser Alkohol zu ertragen. Scheiße.
Waren dann doch schwul weg, anders schwul, als geplant jedoch.
Freund vorm Club getroffen, über seine Hose gelästert, aber nicht peinlich berührt gewesen.
Mach ich die beiden also bekannt, zwinge sie zu einer Umarmung, weil mir das sonst etwas unangenehm wäre.. ja, hi. Der Freund hatte noch einen anderen Freund dabei (klar, nä, man geht ja nicht alleine feiern,..). Dieses Arschexemplar von Arschlochmensch hat sich arschlochmäßig natürlich nicht vorgestellt, und auch nicht die geringsten Anstalten gemacht, sich uns beiden (also Feierschwester und mir) zu nähern. Arschloch. Ich also irgendwie schlechte Laune. Feierschwester wollte eigentlich nur nach Hause, ich nicht. Obwohl ich eigentlich auch. Und jetzt, mit dieser Zeile, beginnt auch der inhaltliche Teil dieses Beitrages.

Ich habe ein wenig aufgegeben, als ich dann Samstagmorgen gegen 4 nach Hause fuhr in der Bahn.
Wozu das alles? Einige dieser Gestalten haben vielleicht Interesse an mir, ich finde auch ganz viele schnuckelig, heiß, oder was auch immer. Ich bin niemals jemand, der jemanden anspricht, niemals. Ok, Ausnahmen bestätigen die Regel, aber in der Regel- -
Ich bin extrem schlecht im Smalltalk und noch schlechter bin ich im Smalltalk, wenn nebenher und um mich herum laute Musik ist. Ich möchte niemand kennenlernen, während er verschwitzt und besoffen ist. Eigentlich. Aber immer wieder denke ich mir, dass das für mich die einzige Möglichkeit ist, jemanden kennenzulernen. Keinen Traummann vielleicht, aber wenigstens irgendjemanden, und wenn es dann nur für die körperliche Nähe ist. Ich kann schlecht in der Stadt rumlaufen und einen süßen Typen fragen ("süßer Typ", eh ja.) ob er nicht zufällig auch schwul wäre und ob er dann auch noch zufällig Lust hätte, ja was, sich mit mir auf einen Kaffee zu treffen!?
Das sind zwei Sachen, die man nicht mal einfach so macht.. Uh.
Aber im Endeffekt bin ich ja doch darauf angewiesen, schwul zu sein, um schwul zu sein. Schwul feiern, mich mit Klischeeschwulen umgeben.
Ich weiß, dass ich oft nicht angesprochen werde, weil ich ein sehr dominantes Auftreten habe. Ne, falsch. Also irgendwas an mir strahlt aus, dass ich es eigentlich nicht möchte- angesprochen werden.
Und wer weiß, das ist vielleicht kein Zufall. Vielleicht will mein Kopf das so. So oder so.

Habe jetzt übrigens beschlossen, Bilder an den Anfang meiner Posts zu setzen, damit ich auch was zu gucken hab, falls es mich mal überkommt, mir meinen Blog anzugucken, und ich dann merke, dass ich eigentlich doch keine Lust habe, zu lesen.
Und es lenkt ab von zukünftig lächerlichen Inhalten. So nach dem Motto:
"Naja, der schreibt ja nur Scheiße, aber die Ente da oben ist süß. Warte, wieso war der noch mal Scheiße?"
ADHS, mein Freund.

Tschühüss.